news-details
Politik

Hofreiter will Mehrwegquote bei Getränkeverpackungen

Der Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Anton Hofreiter, hat eine verbindliche Mehrwegquote gefordert, um der Zunahme des Anteils von Einweg-Behältern an Getränkeverpackungen entgegenzuwirken. "Dass der Anteil von Mehrwegverpackungen zurückgeht, ist hoch problematisch", sagte Hofreiter den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (Donnerstagsausgaben). Denn Mehrwegverpackungen seien "erstens ökologischer, und zweitens sind es meist mittelständische Unternehmen, die in dem Bereich tätig sind. Wenn die Bundesregierung hier nichts tut, dann lässt sie den Mittelstand im Stich", so der Grünen-Politiker weiter.

Die Bundesregierung müsse eine "Mehrweg-Offensive auf den Weg bringen. Dazu fordern wir eine verbindliche Mehrwegquote von 80 Prozent bis zum Jahr 2025. Auch eine Abgabe auf Wegwerf-Produkte kann helfen, damit der Handel wieder mehr Mehrwegverpackungen anbietet", sagte Hofreiter den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland". Zuvor war bekannt geworden, dass der Anteil von Mehrwegflaschen bei Getränken weiter schwindet. Mit nur noch 42,2 Prozent hat er im Jahr 2017 einen neuen Tiefstand erreicht, wie das Umweltbundesamt (UBA) am Mittwoch mitteilte. "Alle Supermärkte und Verkaufsstellen von Getränken sollten möglichst viele Getränke in Mehrwegflaschen anbieten und so dazu beitragen, weniger Abfälle zu erzeugen", forderte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. Mehr als die Hälfte der Getränkeverpackungen sind demnach Einweg-Plastikflaschen, ihr Anteil lag laut Umweltbundesamt bei 52 Prozent. Dosen kamen laut UBA auf rund 4 Prozent, Getränkekartons und -beutel auf etwa 1,5 Prozent. Einweg-Glasflaschen hatten dem Umweltbundesamt zufolge einen Anteil von deutlich unter einem Prozent.

Kommentare (0)

  • Für diesen Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben