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Geld & Wirtschaft

Ex-VW-Chef Winterkorn will bei Staatsanwaltschaft aussagen

Mehr als drei Jahre nach Bekanntwerden des Dieselskandals will der frühere VW-Chef Martin Winterkorn gegenüber den Ermittlungsbehörden Stellung beziehen. "Wir sind gegenwärtig damit befasst, gemeinsam mit unserem Mandanten eine Erklärung zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen für die Staatsanwaltschaft vorzubereiten", sagte sein Anwalt dem "Handelsblatt". Im weiteren Verlauf des Verfahrens wolle Winterkorn dabei auch "zu den Einzelheiten vortragen", so der Strafverteidiger.

Winterkorn ist im Dieselskandal seit Langem stark unter Beschuss, denn die Aussagen anderer Beschuldigter sowie Zeugen legen nahe, dass Winterkorn von den Manipulationen der Abgaswerte durch illegale Abschaltvorrichtungen weit vor Bekanntwerden des Dieselskandals Kenntnis hatte. Winterkorn selbst behauptete dagegen bisher stets, von den Manipulationen nichts vor September 2015 gewusst zu haben. Damals war der millionenfache Betrug durch eine Mitteilung der US-Umweltbehörde EPA öffentlich geworden. Schon unmittelbar nach dem Auffliegen des Skandals äußerte Winterkorn, er sei "fassungslos, dass Verfehlungen dieser Tragweite im Volkswagen-Konzern möglich waren." Und vor dem Abgas-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages erklärte er: "Es ist nicht zu verstehen, warum ich nicht frühzeitig und eindeutig über die US-Probleme informiert worden bin."

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